Mehr Mitwirkung für mehr Sicherheit

veröffentlicht: Juni 2009

Die Mitarbeiter der Werkstatt sollen in betrieblichen Abläufen so weit wie möglich miteinbezogen werden. Warum also nicht auch in der wichtigen Frage der Arbeitssicherheit? Die Werkstatt will eigenverantwortliches Verhalten und Mitwirken fördern. Hierzu wurde aus verschiedenen Abteilungen Vertreter ausgewählt, die in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft eine zweitätige Schulung, speziell für Menschen mit geistiger Behinderung, erhielten. In dieser Schulung wurde genau besprochen, welche Aufgaben Mitarbeitervertreter der Arbeitssicherheit haben und mit wem diese innerhalb des Betriebes zusammenarbeiten können. Während der Schulung haben die Teilnehmer eine Begehung der Werkstatträume durchgeführt und Beispiele für Mängel gesucht und gefunden. Diese Mängel wurden dokumentiert und die Mitarbeitervertreter werden deren Beseitigung überwachen.

Herr Dietl wird künftig, als gewählter Vertreter der Mitarbeiter, an den regelmäßigen Sitzungen des Arbeitssicherheitsausschusses (Geschäftsführung, Technische Leitung, Betriebsarzt, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsrat) teilnehmen.

Kerstin Lepsinger

Roman Hlavaty prüft mit Matthias Lang von der bgw München ein Verbandsbuch.

Regnitz-Werkstätten spüren die Wirtschaftskrise

veröffentlicht: Juni 2009

Nach Jahren voller Auftragsbücher und steigender Arbeitsmengen verzeichnen auch die Regnitz-Werkstätten seit Januar 2009 deutliche Auftragsrückgänge. Inzwischen hat der Auftragsrückgang beinahe alle Arbeitsbereiche erfasst in denen Lohnfertigung durchgeführt wird. Als großer Vorteil in der Krise erweist sich, dass die Regnitz-Werkstätten über die Jahre ein sehr breites Spektrum an Arbeitsfeldern aufgebaut haben (Siehe Leistungsspektrum auf der Hompage). Das breite Arbeitsangebot hilft uns nun, den Einbruch in einigen Bereichen, besser zu verkraften. Die Verantwortlichen in den Regnitz-Werkstätten versuchen alles, um die Teilhabe am Arbeitsleben für alle behinderten Mitarbeiter sicherzustellen. Als verlängerte Werkbank von Automobilzulieferern und Industriegüterproduzenten werden jedoch weitere massive Auftragskürzungen in vielen Werkstattbereichen nicht aufzufangen sein. Die Regnitz-Werkstätten haben dieser Situation mit einer internen Bildungs- und Förderinitiative begegnet. Arbeitsangebote, insbesondere Serienarbeiten, sind die Grundlage der Förderung und Teilhabe für unsere Menschen mit Behinderung. Deshalb bitten wir alle Angehörigen und Freunde der Regnitz-Werkstätten um Unterstützung bei der Suche nach neuen Kunden und neuen Arbeiten.

Sie haben berufliche oder persönliche Kontakte die möglicherweise Arbeiten vorhalten, die auch von unseren behinderten Mitarbeitern geleistet werden können. Dann kontaktieren Sie uns unter Auftragsbearbeitung@regnitz-werkstaetten.de. oder melden Sie sich trelefonisch unter 09131-767123 bei Karl Rohlederer (Montage- und Verpackungsarbeiten, Konfektionierung, Lebensmittelbearbeitung) oder unter 09131-767124 bei Harad Mebus (Metall- bzw. Holzserienfertigung).

Christian Schadinger

Die Geschichte des „Fischs mit Hut“

veröffentlicht: Juni 2009

Die Eigenprodukte der Regnitz-Werkstätten gGmbH

Seit über 20 Jahren fertigen die Mitarbeiter der Regnitz-Werkstätten qualitativ hochwertiges Holzspielzeug. Bis 2001 wurden die Arbeiten für die Firma Brendel in Lohnfertigung hergestellt. Als der Inhaber sich entschloss, die Fertigung einzustellen, standen die Regnitz-Werkstätten an einem Scheideweg. Nach langen Verhandlungen und vielem Rechnen mit dem „spitzen Bleistift“ entschieden sich die Regnitz-Werkstätten, die Firma Brendel zu übernehmen.

Im Jahr 2004 war dann die Geburtsstunde des „Fischs mit Hut“. Die Regnitz-Werkstätten suchten nach einem Logo, dass künftig für die Holzspielwaren der Werkstätten stehen sollte. In einem der Entwürfe unserer neuen Designerin, fand sich der Fisch mit Hut. Die knalligen Farben, das freundliche Aussehen und die Verbindung eines Fischs zu unserem Werkstattnahmen nach dem Fluss Regnitz gefiel uns gut. Eine neue Marke war geboren. Die Regnitz-Werkstätten ließen sich die Marke beim Patentamt schützen und seit diesem Zeitpunkt steht der Fisch mit Hut für die schönen Holzspielzeuge, die als Eigenprodukte gefertigt werden. Bis 2005 blieb die Werkstättenmesse, die jetzt jährlich in Nürnberg stattfindet, der Hauptvertriebsweg. Um neue Kundenkreise zu erschließen, entwickelten die Regnitz-Werkstätten mit einer Werbe-Agentur einen neuen Messestand und sind nun seit 2006 auch auf der internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg als Aussteller vertreten.

Gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben wir mit unseren Eigenprodukten ein zusätzliches Standbein, dass immerhin 10 Prozent der Werkstattmitarbeiter beschäftigt. Wir hoffen, dass unsere qualitativ hochwertigen Produkte auch zukünftig viele Käufer in Deutschland und im Ausland finden und somit der Fisch mit Hut noch lange durch die fränkischen Gewässer ziehen kann.

Christian Schadinger

Ausbildung für Alle!

veröffentlicht: Januar 2009

Seit Ihren Anfängen bemühen sich die Regnitz-Werkstätten um die berufliche Bildung und Qualifizierung für Menschen mit Behinderung. Dass die Werkstätten aber auch Ausbildungsstätten für verschiedenste reguläre Ausbildungsberufe sind, ist bisher kaum bekannt.

Zum 01.09.2008 nahmen zwei neue „Azubis“ die Ausbildung in den Regnitz-Werkstätten auf. Marko Trzewik begann seine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger im Berufsbildungsbereich der Regnitz-Werkstätten. Herr Trzewik ist gelernter Installateur und entschloss sich während eines sozialen Jahres dazu, zukünftig im sozialen Bereich arbeiten zu wollen.

Prospero Pizzo begann seine Ausbildung zum Koch in der Großküche der Regnitz-Werkstätten, in der zurzeit täglich rund 700 Essen produziert werden. Herr Pizzo absolvierte, nach abgebrochener Lehre, ein soziales Jahr in der Förderstätte der Regnitz-Werkstätten. Nachdem Herr Pizzo gezeigt hat, dass er mit Umsicht, Einfühlungsvermögen und Respekt Menschen mit Behinderung betreuen kann und sich ein zukünftiger Bedarf in unserer Küche ergab, boten die Regnitz-Werkstätten Herrn Pizzo an, die Kochlehre in der Werkstatt wieder aufzunehmen.

Christian Schadinger

 

Aktuell-Seite vom Januar 2009

Aktuell-Seite vom September 2008

Aktuell-Seite vom Mai 2008

Aktuell-Seite vom Januar 2008

Marko Trzewik zeigt Einfühlungsvermögen in der beruflichen Bildung (oben); Ausbildung mit Dampf – Prospero Pizzo kocht Suppe (unten)